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»Musik macht mich glücklich«
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»Musik macht mich glücklich«

Sie singt, spielt Klavier und Gitarre – und produziert nebenbei ihre eigenen Songs: Von unserem Model Kimberly Gessner werden wir in Zukunft noch viel hören.

  • Text:
    Iris Soltau
  • Fotos :
    Jules Esick

Nett ist sie auch noch. Fast ein bisschen ungerecht, denn Kimberly »Kimi« Gessner ist nicht nur bildhübsch, kann super singen und beherrscht die Programmiersprache genauso gut wie Englisch und Kyrillisch (hat sie sich als Teenie selber beigebracht). Doch wie bei so vielen anderen multibegabten Menschen auch dauerte es bei der Berlinerin eine Weile, bis sie ihren Weg fand. Nach einem Burnout und einer längeren Pause weiß sie jetzt, dass sie sich nur noch auf das konzentrieren will, was ihr wirklich am Herzen liegt: ihre eigene Musik. Im Interview spricht die 26-Jährige über ihre Kindheit als »Computerkid«, ihre Liebe zu Südkorea und beschreibt, was ein guter Song alles auslösen kann.

Obwohl ihr in Berlin geshootet habt, wirken einige Bilder, als würdest Du durch Malibu spazieren und der Pazifik sei gleich um die Ecke. Kann man dieses Lebensgefühl überall aufrufen, ganz gleich, wo man ist?
Klar, mit einem positiven Mindset geht das. Ich jedenfalls versuche, mich nicht von äußeren Umständen beeinflussen zu lassen und immer ganz bei mir und in meiner Welt zu bleiben.

Vielleicht ist es gerade in der Zeit von Wintergrau und Corona-Tristesse wichtig, dass wir im Kopf reisen. Hilft da Musik?
Absolut. Musik ist für mich mein ultimativer »safe space«, egal wo ich bin. Mit einem Kopfhörer auf den Ohren kann ich alles um mich herum ausblenden und bin komplett bei mir. Die richtige Musik macht mich glücklich, bringt mich zum Tanzen und zum Singen. Und zwar von null auf hundert!

Du arbeitest als Programmiererin und machst in Deiner Freizeit Musik ... Wäre es andersherum nicht spannender?
Allerdings, das ist mein größter Traum. Ich habe jetzt sieben Jahre lang als Programmiererin gearbeitet, aber nach einem Burnout im letzten Jahr und einer längeren Pause möchte ich das jetzt ändern: Ich will mich zu hundert Prozent meiner Musik widmen und nur noch in Teilzeit programmieren.

Musik ist für mich mein ultimativer
»safe space«

Bist Du eigentlich ein echter IT-Nerd mit lustig bedruckten Kaffeebechern oder schrägen Hobbies?
Ich war auf jeden Fall schon immer sehr kreativ und technikaffin und ein absolutes Computerkind. Mit zwölf habe ich angefangen, mir html/css, Photoshop, Musik- und Video-Programme beizubringen, um mein MySpace-Profil zu perfektionieren und meine eigenen Foto-, Video-Bearbeitungen und Gesangsaufnahmen machen zu können. Du siehst, wenn mich etwas interessiert, werde ich schnell zum Nerd in diesem Bereich. Und da ich mittlerweile meine eigene Musik überwiegend selber aufnehme und produziere, ist es tatsächlich recht schwer, vom Computer wegzukommen. Obwohl: Vor ein paar Jahren habe ich die Acryl- und Aquarellmalerei und das Illustrieren für mich entdeckt, das ist ein schöner Ausgleich.

Auf Deinem Instagram-Account coverst Du einen Adele-Song – wirklich wunderschön. Wie bist Du zum Singen gekommen?
Oh, vielen Dank! Ich singe tatsächlich schon seit ich denken kann. Mit fünf habe ich angefangen, Klavier zu lernen und später dann Gitarre. Meine ersten Lieder nahm ich mit meinem pinken Kassettenrekorder samt passendem Mikro auf. Später kam dann professionelles Equipment dazu.

Und was hast Du früher so gesungen?
Viel Popmusik, aber ich habe auch gerappt. Damals hatte ich auch noch einen recht erfolgreichen YouTube-Kanal – frag erst gar nicht, den Namen verrate ich nicht. (lacht) Mittlerweile singe ich überwiegend Soul, R&B und Jazzmusik mit Hip-Hop- und Pop-Einschlägen.

Welche Platte sollte jeder gehört haben?
»Southernplayalisticadillacmuzik« von Outkast.

Im nächsten Jahr soll eine EP von Dir erscheinen. Was können wir erwarten?
Eigentlich möchte ich mich gar nicht festlegen. Am liebsten würde ich all meine musikalischen Einflüsse kombinieren und meiner Kreativität freien Lauf lassen.

Du hast eine besondere Verbindung zu Südkorea. Erzähl doch mal, wie Du dieses Ziel entdeckt hast.
Eine Freundin schwärmte damals so von ihrer Reise, dass ich selber nach Seoul fliegen musste. Ich verliebte mich sofort. Kunst, Fashion, Musik, Kultur und natürlich das leckere Essen, dieser Vibe ist einfach unschlagbar. So viele zauberhafte Cafés mit Liebe zum Detail, Rooftop- und Karaoke-Bars, wohin das Auge auch blickt. Ach, und diese tolle Natur, man kann von überall her innerhalb kürzester Zeit das Meer erreichen. Wenn ihr nach Südkorea reist, müsst ihr auf jeden Fall mit dem Zug nach Busan fahren. Ihr werdet nicht enttäuscht sein: Skyline, Meer, Streetfood. Ein Paradies!

»Am liebsten würde ich all meine musikalischen Einflüsse kombinieren und meiner Kreativität freien Lauf lassen.«


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