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Music Gives a Soul to the Universe © Joey Thompson
Music

Music Gives a Soul to the Universe

  • Text:
    Marko Knab

»Musik gibt dem Universum erst eine Seele«, soll Platon einst gesagt haben. Und auch, dass sie dem Geist Flügel verleiht, genauso wie der Fantasie. In anderen Worten: Sie macht das Leben erst lebenswert. Tatsächlich lag der Philosoph damit gar nicht so falsch, wie neuere Forschungen beweisen. Wir haben mal nachgeschaut, was Musik alles kann.


© Anthony Delanoix

1. Spotify & Chill

Anstatt sich zum gemeinsamen Binge Watching zu treffen, könnte man sich auch mal zum gemeinsamen Musikhören verabreden. Nicht nur, weil man dadurch seinen musikalischen Horizont erweitert. Sondern weil Musik auch das Flirten einfacher macht. Zumindest, wenn die richtige Stimmung transportiert wird. Fand zumindest Nicolas Guéguen heraus. Und nein, nicht im Selbstversuch. Sondern mit 85 Testpersonen.


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2. Doping ohne Substanz

Mit Musik läuft es (sich) einfach besser. Die Ausdauer kann mit rhythmischer Unterstützung um bis zu 15 Prozent steigen, wie Wissenschaftler der Brunel University in London feststellten. Auch deshalb ist bei vielen Laufevents das Musikhören verboten. Die persönlichen Lieblingslieder stehen zwar nicht auf der offiziellen Dopingliste, sorgen aber bei unerlaubter Nutzung auch für eine Disqualifikation.


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3. Geht nicht mehr aus dem Kopf

Warum einem dieses eine Lied nicht mehr aus dem Kopf geht? Liegt einfach in der Natur der Sache, wie es scheint. Denn die Langzeiterinnerung an Musik liegt in einem anderen Teil des Gedächtnisses ab als andere Erlebnisse aus der Vergangenheit. Das wiesen Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts Leipzig (MPI), der Universität Amsterdam und des INSERM Caen mithilfe von funktionellen Ultrahochfeld-Magnetresonanzmessungen nach. Die Musikerinnerung befindet sich dort, wo auch komplexe Bewegungsabläufe gespeichert werden. Ist also tatsächlich wie mit dem Rad fahren: einmal gelernt, vergisst man die Melodie einfach nicht mehr.


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4. Musiker ticken anders

Ja, sie ticken anders, die berühmt-berüchtigten Schlagzeuger aus den Rockbands. Aber diese Eigenschaft teilen sie sich auch mit den weniger wilden Kollegen am Klavier. Denn wer Musik macht, ist im Kopf einfach anders verdrahtet. Fanden wieder die Max-Planck-Forscher aus Leipzig heraus. Sprich: Man hat andere Nervenverbindungen als Nicht-Musiker. Unterschiede gibt es dabei aber auch zwischen den Genres: Jazzpianisten denken beim Spielen anders als klassisch veranlagte Kollegen.


© Marvin Meyer

5. Sprache ohne Worte

Die Sprachen der Welt sind sehr unterschiedlich. Und teilweise auch nicht einfach zu verstehen. Geschweige denn zu erlernen. Eine »Sprache« verstehen aber alle: die Musik. Wie zum Beispiel die Harvard-Forscher Samuel Mehr und Max Krasnov vergangenes Jahr zeigten, verstehen auch Menschen aus komplett unterschiedlichen Regionen, was fremde Musik transportieren soll. Und können so Stimmung und Zweck der Klänge herauslesen. Besonders markant sind dabei übrigens Babylieder – aber auch Tanzmusik.


my neighbours listen to good music whether they like it or not

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