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Fünf Gründe, warum wir BMX-Bikes so lieben
Freestyle

Fünf Gründe, warum wir BMX-Bikes so lieben

Spektakuläre Wheelies? Ja, die hat uns der BMX-Sport auch gebracht, aber darüber hinaus prägte er die Popkultur und verhalf Olympia zu mehr Coolness. Fünf Gründe, warum wir BMX-Räder so lieben.

  • Text:
    Iris Soltau
  • Fotos :
    Max von Treu

Sie schenkten uns großartige Kinomomente

Gibt es irgendjemanden, der sich nicht an das Finale von »E.T. – Der Außerirdische« erinnert? Der Moment, in dem der kleine Elliot mit seinem knubbeligen Freund im Fahrradkorb auf dem BMX-Rad am aufgehenden Vollmond vorbeifliegt, schrieb Kinogeschichte. Überhaupt mussten die Kids in 80er-Filmen wie »Goonies«, »Rad« oder »BMX Bandits« (mit der 16-jährigen Nicole Kidman in einer ihrer ersten Rollen) immer ordentlich in die Pedale treten, über Stock und Stein und durch dunkle Wälder brettern. Ergebnis: Die Verkaufszahlen von BMX-Bikes gingen in Deutschland durch die Decke. Im Netflix-Hit »Stranger Things«, der die 80er samt Dauerwellen, Pac Man und Hawaiihemden wieder aufleben lässt, feierten die Räder vor einigen Jahren ein Comeback. Was auch für die Vermarktung gilt: Die Firma Mongoose brachte ein limitiertes Retro-Bike auf den Markt, das eine detailgetreue Nachbildung des gelben Flitzers ist, auf dem »Stranger-Things«-Star Sadie Sink durch Hawkins cruist.


Sie bringen einfach Spaß

Egal ob man damit zum Milchholen fährt, sich freestyle ins Gelände wagt oder in Bowls waghalsige Tricks springt: Die wendigen BMX-Räder mit dem niedrigen Rahmen und dem verhältnismäßig hohen Lenker, der sich einmal um sich selbst drehen lässt, sind immer zuverlässige Begleiter. Damit sie auch im Winter vor die Tür kommen, entsteht gerade in der Nähe von München der erste Indoor-Bikepark Deutschlands. Auf einer Fläche von 3.000 Quadratmetern planen die Initiatoren einen »Fahrradspielplatz für Anfänger, Geübte und Pros aus den Bereichen Mountainbike, BMX, Dirt und Trial«. Ab geht's!


Sie sind umweltfreundlicher als Motorräder

In den 60ern war der Motocross-Sport in den USA plötzlich das große Ding. Da die Motorräder aber zu teuer – oder die Fahrer zu jung für den Führerschein – waren, bauten die Jugendlichen einfach ihre Fahrräder um. Mit breiteren und kleineren Reifen konnten sie im Gelände Wettrennen fahren. Neben dem Motocross-Sport etablierte sich so nach und nach der Bicycle-Motocross-Sport, kurz: BMX-Sport. Fun Fact: Aus den frühen BMX-Prototypen entwickelte sich das Bonanzarad, das in den 70ern die Straßen in Europa eroberte. Die Älteren werden sich erinnern: Hohe Lenker und »Bananensattel« mit Rückenlehne, gerne aufgemotzt mit Fuchsschwanz und Bierdeckeln in den Speichen.


Sie inspirieren Musiker

Klar, harte Punkrock- und Hip-Hop-Tunes treiben BMX-Rider an, immer noch kühnere Stunts zu wagen. Umgekehrt inspiriert der BMX-Sport auch Musiker – zum Beispiel Mark Ronson zum Gute-Laune-Track »The Bike Song«. Der Track »Waiting All Night« des britischen Drum´n Bass-Kollektivs Rudimental erzählt die bewegende Geschichte des BMX-Champions Kurt Yaeger, der nach einem Unfall ein Bein verlor. Yaeger und seine Freunde tauchen selber in dem großartigen Musikvideo auf. Apropos: Im Clip zu »A Head Full of Dreams« sieht man die Jungs von Coldplay auf BMX-Rädern durch Mexico City in Richtung ihrer Konzertbühne radeln. Was ihnen einen super Lässigkeits-Bonus verpasst.


Sie haben Olympia wieder cool gemacht

Was zunächst ein DIY-Spaß für Kids war, entwickelte sich zum angesagten Trendsport. 1987 wurde in England die erste professionelle Weltmeisterschaft im BMX-Freestyle ausgetragen. Seit Peking 2008 zählt BMX zur olympischen Radsport-Familie und sorgte für beste Einschaltquoten. In London 2012 waren mit Luis Brethauer und Maik Baier erstmals deutsche Athleten am Start. Bei den Spielen in Tokio 2020 hätte die BMX-Disziplin Freestyle ihre olympische Premiere feiern sollen – die Fahrer hoffen nun auf 2021.


Abbildungen zeigen Sonderausstattungen.

SEAT Leon 1.5 eTSI ACT 110 kW DSG (150 PS): Kraftstoffverbrauch Benzin, kombiniert: 4,9 l/100 km; CO₂-Emissionen, kombiniert: 112 g/km; CO₂-Effizienzklasse: A* 


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