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Fotograf Marc Trautmann: von Frankfurt in die Welt
Culture

Fotograf Marc Trautmann: von Frankfurt in die Welt

Die Philosophie von Automobil- und Lifestyle-Fotograf Marc Trautmann? Eher »Bilder machen« und anstatt die »Bilder nehmen« wie sie kommen. Im Interview hat uns der Frankfurter auch noch verraten, was das mit komponieren zu tun hat und warum er trotzdem kein Musiker geworden ist. Was er an seiner Heimatstadt schätzt, erfahren wir ebenfalls.

  • Interview :
    Marko Knab
  • Fotos::
    Marc Trautmann

Hallo Marc! Du hast Frankfurt früher ja selbst mit dem BMX-Bike erkundet. Wie war dann für Dich das Shooting in der Skate-Bowl mit Luke und Alan auf dem Basketball-Court?
Es war spannend, weil der Court und der Skatepark direkt nebeneinander und nicht weit von unserem Studio im Ostend am Hafen liegen. Also bekanntes Terrain!

Ist das (BMX-)Fahrrad heute auch noch das Verkehrsmittel Deiner Wahl? Oder hältst Du Dich heute anders fit?
Nein, leider kein BMX mehr. Dafür habe ich ein Single Speed für die Stadt, ein MTB und ein Rennrad. Ich stehe nicht auf Laufen, daher bin ich fast jeden Tag auf einem der Bikes unterwegs – manchmal eher casual und manchmal eher sportlich. Falls es regnet und der Wind peitscht, nehme ich aber doch das Auto.

Du hast als gefragter Fotograf viel von der Welt gesehen, lebst aber nach wie vor hier in Frankfurt. Warum zieht es Dich immer wieder nach »Mainhattan« zurück? Was macht die Stadt besonders?
Ich fliege viel in die Welt raus, da ist Frankfurt ideal. Ich war die letzten Jahre öfter in Los Angeles und auch New York, da kommt man in einer Westentaschen-Weltstadt wie Frankfurt schon klar. Außerdem ist es sehr international und hat ein nicht zu unterschätzendes Umland: Taunus, Rheingau, Wiesbaden und Darmstadt sind nur einen Katzensprung entfernt. Und mit dem Zug ist man in dreieinhalb Stunden in Paris – also alles sehr praktisch.

»Menschen verleihen Auto-Shots viel eher einen emotionalen Lifestyle-Moment.«

Wie bist Du eigentlich zur Fotografie gekommen? 
Ich habe schon als Schüler in der Foto AG fotografiert. Nach dem Abi musste ich aber erst einmal auf einen Studienplatz in Fotografie warten. Während dieser Zeit bin ich zufällig bei einem Fotografen gelandet, der viel auf Reisen im Bereich Auto war. Das passte ganz gut.

Weil Du selbst gerne reist? 
Genau. Ich war zum Beispiel ein halbes Jahr in Mittelamerika unterwegs, ähnlich lange in Südostasien. Und zudem habe ich New York schon öfters besucht – was immer faszinierend ist. Das Reisen gehört zu meinem Leben wie die Reifen zu einem Auto: ohne geht nichts!

Und bei Deiner Auto-Fotografie geht oft nichts ohne Menschen. Was fasziniert Dich so an dieser Kombination?
Ich mag einfach beides. Menschen verleihen den Auto-Schüssen viel eher einen emotionalen Lifestyle-Moment. Aber ein Auto lässt sich natürlich auch ohne Menschen emotional inszenieren.

Fotografieren bezeichnest Du als »Bilder machen«. Wie genau muss man das verstehen?
Es geht darum, dass man eine Idee oder Motive entwickelt und dann die Komponenten für ein gutes Bild zusammenführt. Bildidee, Location, Lichtstimmung, Models oder nicht, Komposition und so weiter. Der andere Ansatz ist wiederum echte Street-Fotografie, die eigentlich beim Herumfahren oder -gehen entsteht. Ich habe zum Beispiel eine Serie in Brooklyn mittels einer in einem Wagen fest installierten Kamera fotografiert, wo einfach Szenen, die auf der Straße stattfanden, eingefangen wurden. Auch ganz spannend!

»Emotional hat mich die Fotografie einfach schneller und stärker gepackt.«

Wenn Du so gerne komponierst, hättest Du auch Musiker werden können …?
Ich habe in meiner Jugend tatsächlich versucht, Bass zu lernen, merkte aber schnell, dass ich mit der Fotografie schneller zu einem guten Ergebnis kommen kann. Und emotional hat mich die Fotografie einfach schneller und stärker gepackt.

Bleiben wir trotzdem kurz bei der Musik: Wie klingt Frankfurt für Dich? Welche fünf Lieder hörst Du, wenn Du in Deiner Stadt unterwegs bist?
Das ändert sich immer wieder. Es kann je nach Stimmung alles sein: mal Billie Eilish, dann wieder Kendrick Lamar. In den letzten Tagen viel Daft Punk, die leider aufgehört haben. Da mochte ich immer »A Tribute to Giorgio Moroder«. Ansonsten Elektro, Hip-Hop oder auch mal »Go With the Flow« von den Queens of the Stone Age, wenn es abgehen soll …


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