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Weniger ist mehr © Simone Hutsch
Art

Weniger ist mehr

Schön ist, was gefällt. Daniel Ramos gefällt es laut eigener Aussage, wenn seine Kunst minimalistisch daherkommt. »Weniger ist mehr«, heißt das dann gemeinhin. Fanden auch schon manch andere Künstler und Handwerker im Lauf der Geschichte. Ein minimalistischer Rückblick.

  • Text:
    Marko Knab
© Dieter Rams, Hans Gugelot. Radio-Phonograph (model SK 4/10). 1956

Das Gesetz des Dieter Rams besagt: »Gutes Design ist so wenig Design wie möglich.« Der stilprägende Industriedesigner fordert die Konzentration auf das Wesentliche, statt die Produkte mit Überflüssigem zu befrachten. Bei konsequenter Umsetzung ist dann diese Art der Produktgestaltung nicht nur umgangssprachlich eine Kunst für sich – sondern wird auch selbst zur Kunst. Lässt sich an zahlreichen Exponaten zum Beispiel im Museum of Modern Art in New York bewundern.

© Charlie Deets

»Gutes Design ist so wenig Design wie möglich.«


Auch ein Vorläufer von Dieter Rams war dieser Meinung: Walter Gropius, lange Rektor der Kunstschule »Das Bauhaus« in Dessau. Er erklärt das Ganze so: »Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit ist der Bau! Architekten, Bildhauer, Maler, wir alle müssen zum Handwerk zurück! Der Künstler ist eine Steigerung des Handwerkers.« Design und Kunst sind demnach also nicht zwei Dinge, die sich ausschließen, sondern vielmehr bauen sie aufeinander auf. Schön ist, was funktioniert, heißt das dann. Und mehr. Ludwig Mies van der Rohe, ein Mitstreiter von Walter Gropius, hat es mit seinem »Barcelona Chair« gestalterisch auf den Punkt gebracht. Entworfen für die Weltausstellung von 1929 in Barcelona, gilt das Möbel als Ikone der Moderne. Als eine in Stahl und Leder gefertigte Inkarnation der Zeitlosigkeit.

© David Ramos

»Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit ist der Bau!«

Das ist fast hundert Jahre her. Und inspiriert noch heute. Daniel Ramos zum Beispiel. Er bevorzugt den reduzierten Strich, mit oder ohne Bleistift. Richtig eingesetzt und mit (ganz wenig) Farbe versehen, gibt er so dem Sommer ein lässig-minimalistisches Pop-Art-Gesicht. Dieter Rams würde da wohl sagen: »Gute Kunst ist so wenig Kunst wie möglich.«

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