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Street Art – die versteckten Schätze Berlins © Jules Esick
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Street Art – die versteckten Schätze Berlins

Berlin steckt voller Kunst. Nicht nur Galerien und Museen tragen dazu bei, nein, jede Ecke Berlins wird mit Straßenkunst beschmückt. Ob Murals oder Graffiti – in Berlin kommt man nicht an ihnen vorbei.

  • Text:
    Sarah Kmieciak
  • Fotos :
    Presse

Street Art ist zu einer glaubwürdigen Ausdrucksform geworden. Viele der weltbesten Künstler wie BLU oder Victor Ash verändern laufend das künstlerische Gesicht Berlins. Jährlich wird die Street Art mit einem Festival live gefeiert. Mittlerweile gibt es sogar viele Touren zu den bekanntesten Street Art-Werken. Beliebt sind die East Side Gallery, Teufelsberg oder Kreuzberg. Doch auch in weniger besuchten Bezirken wie Treptow oder in kaum beachteten Seitenstraßen findet man lohnende Kunstwerke. Wir stellen euch hier vier dieser weniger bekannten Street Art-Werke vor.

Tristan Eaton greift an: Der Künstler hat mit seinem Mural »Attack of the 50 Foot Socialite« den 1950er-Science-Fiction-Film »Attack of the 50 Foot Woman« im Prenzlauer Berg neu interpretiert. Eine Frau im Comicstil, und dennoch wirkt sie lebendig. Die Lebendigkeit schenkt ihr der Künstler mittels detaillierter Schattierungen, aber auch kräftiger Farben wie Blau, Rot oder Orange mit den verschiedensten Mustern – und das über fünf Stockwerke hinweg.

Es geht aber noch größer. Wie bei Juste Ridicule, kurz JR: Er packt schon mal auf fünf Stockwerke einen ganzen Kopf, wie bei seinem Werk »Der Spähende Mann«, ebenfalls im Prenzlauer Berg. Dieses Mural ist Teil seiner Serie »Wrinkels«, auch »Falten der Stadt«. Die Serie kombiniert die Nahaufnahmen älterer Berliner mit Orten, die für ihre persönlichen Erfahrungen und historischen Ereignisse von Bedeutung sind, wie die Berliner Mauer, das Leben hinter dem Eisernen Vorhang und die wiedergewonnene Lebensfreude nach dem Mauerfall. JR nutzt die Struktur der Fassaden, um Merkmale wie die Falten der Porträtierten hervorzuheben. Da wird eine Turmuhr schon mal zur Pupille und kleine Erker darunter wirken wie Tränen. Auf ursprünglich 15 Gebäuden hat JR seine »Falten« hinterlassen. Ein Teil der Serie ist leider verloren gegangen. Neben dem spähenden Mann an der Fassade des sohohouse kann man auch in der Invalidenstraße oder am Postbahnhof Werke des Franzosen finden.

Im Kino Intimes in Friedrichshain geht es nicht nur um bewegte Bilder – das Äußere dieses Hauses an der belebten Ecke von Boxhagener und Niederbarnimstraße ist farbenfrohe Straßenkunst. Das Kino betrachtet seine Wände als ein sich ständig weiterentwickelndes Kunstwerk – ein selbsternanntes visuelles Tagebuch oder »Gästebuch«, dem Hunderte von Berliner Stadtkünstlern im Laufe der Jahre ihre eigene Marke hinzugefügt haben. Hier findet man auch ein Motiv aus der Street Art-Serie »Little Lucy« von El Bocho. Das kleine Mädchen versteckt unter ihrer Jacke eine Waffe – um ihre Katze zu töten. Warum auch immer. Und schön, dass ihr das in keiner der Graffiti gelingt.


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