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Hamburg? Hat bunt!
Art

Hamburg? Hat bunt!

Der Norden Deutschlands ist nur grau und regnerisch? Kein bisschen! Der beste Gegenbeweis sind Hamburg und seine Kunstszene. Denn beides ist nicht nur ziemlich groß, sondern auch außergewöhnlich bunt.

  • Text:
    Marko Knab
  • Foto:
    Robert Katzki

Dass Hamburg in Sachen Kunst besonders farbenfroh und die Heimat zahlloser Galerien ist? Kommt nicht von Ungefähr. Denn als Hafenstadt ist die Metropole nicht nur oft dem nordischen Wetter ausgesetzt, sondern auch schon seit auch viel in Bewegung. Und ein Forum für Kreative aller Arten. Neben reichlich Abwechslung ist so auch für ziemlich viel Inspiration gesorgt – und die saugen wir wie die dort lebenden Künstler gerne auf.


Farben fühlen

© Darko C. Nikolic

In Hamburg kann man Farbe nicht nur sehen, sondern auch fühlen. Zumindest wenn es nach Darko Caramello Nikolic geht. Denn für den Hamburger Jung und freischaffenden Künstler sind Farben nicht nur ein Teil seines Werks, sondern das zentrale Element. Und das artikuliert er plastisch – als physisches und psychisches Erlebnis. Körpergebundene Handlung inklusive, wie er selbst sagt. Zum Beispiel wie er es beim »Abweg« schon gemacht hat, einem begehbaren und regenbogenfarbenen Tunnel aus Holz. Bei der MS Artville. Oder dem unverkennbaren Verkaufshäuschen beim Dockville Festival, das sich im Süden der Stadt spiralförmig gen Himmel windet.


St. Pauli Street Art School

Wo, wenn nicht hier? Eigentlich kann es ja nur St. Pauli sein. Denn wer auf dem Stadion des eigenen Vereins weithin sichtbare Graffiti hat und bei Nacht mehr als schillernd ist, der muss auch eine Street Art-Szene haben. Und eine Schule dafür. Die bringt den jungen Künstlern und Interessierten gleichermaßen aber nicht nur das Handwerk bei, sondern vernetzt auch noch mit den großen Namen der Szene. Und holt als gemeinnütziger Verein Graffiti und alle anderen Street Art-Disziplinen unter ein Dach. Workshops? Sind ebenfalls Teil des bunten Angebots.

© David Bayliss

HKDNS

© Robert Katzki

Vom Großen zum Kleinen: Begehbar ist die Street Art von HKDNS normalerweise nicht, aber die kleinen Wesen des Hamburger Street Artists würde man auch nicht mit Füßen treten wollen. Überall präsent, sieht man sie entweder metergroß auf Fassaden, aber auch als fingernagelgroße Aufkleber an Laternen. Und auch sonst in allen erdenklichen Größen, die dazwischen liegen. Die quallenartigen Figuren kommen dabei in allen Farben und Mustern daher. Und sitzen obendrein oftmals multimedial auf einer zum Kunstträger umfunktionierten Buchseite. Das nennt man dann wohl Infotainment.


Optischer Volltreffer

© Geheimtipp Hamburg

Eine Affenfaust ganz aus der Nähe betrachten sorgt für bleibende Eindrücke und interessante Farben – so oder so. Im Fall der genau so genannten Galerie nahe der »Kleinen Freiheit« sind die zum Glück aber rein künstlerisch. Denn die ebenfalls im kultigen St. Pauli gelegene »Affenfaust Galerie« ist alles andere als eintönig. Wechselnde Ausstellungen und die gezeigten Exponate sorgen nämlich für ordentlich Farbe im Leben. Aktuell dreht sich alles um die Werke von Corinna Holthusen und Florian Eymann. Aber auch die Fassade des Gebäudes selbst geht locker als Kunst durch.

© Hamburg Tourism

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