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Draw the Line: Doodling für Anfänger
Art

Draw the Line: Doodling für Anfänger

Papier, Stift und ein bisschen Kreativität – sehr viel mehr braucht es eigentlich gar nicht für ein »Doodle«. Wissen wir alle eigentlich noch gut genug aus den Schulzeiten, als der Heftrand oft dran glauben musste. Damals waren die kleinen Zeichnungen noch als »Gekritzel« verschrien. Heute gelten sie oftmals als Kunst. Ein How-to.

  • Text:
    Marko Knab
  • Foto:
    Lucas Lenzi

Manchmal muss man im Leben einfach eine Linie ziehen und etwas Neues anfangen. Heißt in anderen Worten: eine Runde doodeln und mit kleinen Strichen große Kunstwerke schaffen. Übersetzt bedeutet der Name der kleinen Bildchen ja eigentlich »Gekritzel« – die Zeichnungen gelten inzwischen aber als eigene kleine Kunstform und keineswegs mehr als Schmiererei. So haben sie vollkommen zurecht ihren Platz auf Karten, Tassen und anderem gefunden. Der eigenen Kreativität sind bei Ausführung und Motiven keine Grenzen gesetzt. Was es neben ein bisschen Fantasie braucht, wenn man selbst in die minimalistische Schreibtischkunst einsteigen will?


Ein schmaler Grat: Fineliner

© LUM3N

Dass es eigentlich nur einen Stift dafür braucht, ist logisch. Am besten taugen für Doodles aber schwarze und vor allem relativ feine Stifte. Nur so lassen sich auch kleine Details gut zeichnen. Die passenderweise »Fineliner« genannten Werkzeuge gibt es im Schreibwarengeschäft – und von verschiedenen Herstellern. Wichtig: Die Stifte sollten dokumentenecht sein, sonst verblasst die Zeichnung irgendwann und wirkt grünlich.


Der große (Ent-)Wurf: Skizzenbuch

© Laika Notebooks

Gleiches Spiel wie beim Thema Stift: Prinzipiell lässt sich auf jedem Papier (und auch auf sonst jeder Oberfläche) doodeln. Aber ein eigenes Skizzenbuch vereinfacht die Sache ungemein. So hat man nämlich nicht nur stets alle eigenen Doodles bei sich, sondern auch sein »Arbeitsmaterial« parat, sollte einem nach Zeichnen sein. Positiver Nebeneffekt: Mit der Zeit (und zwar sehr bald) sieht man auch den eigenen Fortschritt.


Inspiration? Her damit.

Manchmal hilft beim Kritzeln ein Impuls von außen: Das kann zum Beispiel ein Doodle-Buch von anderen, aber auch das Internet sein. Instagram, Pinterest und Blogs bieten zahlreiche Ideen, auf die man selbst vielleicht nicht gekommen wäre. Input von außen bringt einen oft auch weiter – und ist in jedem Fall auch schön anzusehen.

© Estee Janssens

Übung macht das Doodle

© Logan Weaver

Es ist noch keine Meisterin vom Himmel gefallen. Und auch kein Meister. Deshalb nicht zu früh aufgeben, sollte es nicht gleich perfekt laufen. Lieber dranbleiben. Wie bei vielen anderen Dingen im Leben kommt der Erfolg nämlich mit der Routine. Die bekommt man beim Doodeln am besten, wenn man zuerst die einzelnen Motive übt. Beherrscht man diese, lassen sich später problemlos größere Werke kombinierten. Und Lücken mit Mustern füllen.


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