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DIY: How to make an Art Car
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DIY: How to make an Art Car

Schon mal daran gedacht, ein Art Car zu machen? Das eigene Auto in ein individuelles Einzelstück zu verwandeln? Der Künstler René Turrek erklärt, wie es geht. In nur sechs einfachen Schritten.

  • Text:
    Natalie Diedrichs
  • Foto::
    Maximilián Balázs

Sein berühmtestes Art Car beschützt unsere Welt in Michael Bays Filmreihe »Transformers« als Anführer der Autobots vor den fiesen Decepticons. Richtig, das Design von Roboter-Truck Optimus Prime stammt von René Turrek. Und auch sonst hat der Künstler aus Osnabrück viel Erfahrung im Gestalten von Art Cars: Auf der ganzen Welt bemalt Turrek die Autos seiner Kunden und verleiht ihnen so einen ganz individuellen Touch. Uns hat er verraten, wie man in nur wenigen Schritten sein eigenes Auto zum Art Car machen kann. Vorausgesetzt natürlich, man hat eine gewisse künstlerische Begabung. Andererseits – Kunst liegt ja immer im Auge des Betrachters, oder nicht?


STEP 1: Abkleben
Als Erstes das Auto vernünftig abkleben. Fenster, Spiegel, Felgen, Dichtungen, Auspuff, Motorraum von innen. Wer mit der Sprühdose arbeitet, sollte auf jeden Fall auch die Türeinstiege von innen schützen. Dazu eignen sich am besten professionelle Abdeckbänder – sonst gibt’s später nervige Kleberückstände. Zur Sicherheit das Auto auf einer wasserfesten Folie platzieren – dann ist es nicht so schlimm, wenn mal etwas danebengeht.

STEP 2: Reinigen
Nach dem Abkleben das Auto von allen Staubpartikeln befreien. Das ist wichtig, damit man das Auto als Nächstes vernünftig anschleifen kann. Ein Staubbindetuch oder ein Lederlappen eignen sich dazu sehr gut. Bitte kein Kunststoff-Tuch verwenden, weil durch die statische Aufladung extrem viel Staub angezogen wird – und das wollen wir ja nicht.

STEP 3: Anschleifen
Jetzt wird der Lack angeschliffen, um den Klarlack anzurauen. So öffnen sich die Poren. Man kann es ein bisschen mit Tätowieren vergleichen: Die Farbe geht gewissermaßen unter die Haut. Zum Anschleifen nimmt man am besten 600er-Schleifpapier. Turrek rät davon ab, Schleifmaschinen zu benutzen: »Wer damit keine Erfahrung hat, schleift schnell mal irgendwo durch, sodass man direkt auf der Karosserie landet. Dann muss man neu grundieren, ansonsten gibt’s Rost.« Das Papier beim Schleifen aber nicht mit den bloßen Händen festhalten, sonst entstehen Unebenheiten. Stattdessen empfiehlt Turrek, es an zwei handlichen Gummiklötzen zu fixieren – einen härteren für die geraden Flächen und einen etwas weicheren für Kanten, Rundungen und Details.


»Man kann es ein bisschen mit Tätowieren vergleichen: Die Farbe geht gewissermaßen unter die Haut.«


STEP 4: Prüfen und reinigen
Wenn man dann so weit ist, macht man das Auto noch mal sauber und überprüft, ob wirklich alles gleichmäßig angeschliffen wurde. Um Kleberückstände, Dreck und Schleifstaub zu entfernen, eignet sich Silikonentferner oder Verdünner. Wichtig: Hier bitte darauf achten, dass nichts von den Rückständen in die Umwelt gerät. Wie gesagt am besten mit einer Folie auf dem Boden arbeiten.

STEP 5: Bemalen
Sprühen, pinseln, zeichnen – auf welche Weise man sein Auto veredelt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen und hängt von der jeweiligen Fingerfertigkeit ab. Wer mit einer Spraydose arbeitet, sollte dies bestenfalls in einer professionellen Lackierkabine mit Absaugung tun, damit sich der Farbnebel nicht in der Umwelt verteilt. Außerdem dauert es ein paar Minuten, bis die Farbe trocken ist. Hier unbedingt darauf achten, dass währenddessen keine Staubpartikel oder Insekten auf die trocknende Fläche fliegen. Acrylstifte sind hier die stressfreiere Alternative – kein Farbnebel und die Farbe ist praktisch sofort trocken. Außerdem kann nichts runterlaufen. Natürlich geht auch ein Pinsel mit Acrylfarbe – das ist Geschmackssache. Wichtig: Wenn man sich während des Bemalens neuen Flächen oder Bereichen widmet, zwischendurch immer kontrollieren, ob diese auch wirklich noch sauber sind! Zur Sicherheit am besten noch einmal drüberputzen.


»Sprühen, pinseln, zeichnen – auf welche Weise man sein Auto veredelt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen.«


STEP 6: Versiegeln
Es empfiehlt sich, das Auto zum Schluss mit zwei oder drei Schichten Klarlack zu versiegeln. Auch hier ist es ratsam, dies in einer Lackierkabine zu tun oder vielleicht sogar ganz dem Lackierer zu überlassen. Übrigens: Wer sein Auto vorher foliert hat, muss es zum Schluss nicht unbedingt versiegeln. Und wer sich dazu entscheidet, mit Acrylstiften zu arbeiten, kann sich sogar den Schritt mit dem Anschleifen sparen. Die halten auch so.

Der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Auf René Turreks Instagram-Channel @reneturrek findet ihr ein paar Inspirationen. Grundsätzlich solltet ihr beim Bemalen eurer Autos natürlich zu jeder Zeit sicherstellen, dass keine Rückstände von Farben oder Reinigungsmitteln dort landen, wo sie nichts zu suchen haben. Außerdem ist es empfehlenswert, das Auto vorher folieren zu lassen. Das spart nicht nur ein paar Arbeitsschritte, sondern schützt den Originallack eures Autos, da sich die Folie samt Farbe recht unkompliziert entfernen lässt. Und, auf den Geschmack gekommen? Wir freuen uns auf eure Art Cars!


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