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SEAT Leon Art Car: Reisen als kreativer Prozess © Maximilián Balázs
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SEAT Leon Art Car: Reisen als kreativer Prozess

Normalerweise ist es ja ein weißes Blatt Papier, das Raum für neue Ideen bietet. In diesem Fall war es ein weißer SEAT Leon. Der Künstler René Turrek machte daraus ein Art Car im »This is Leon«-Style – mitten in der Hamburger Speicherstadt.

  • Text:
    Natalie Diedrichs
  • Foto:
    Maximilián Balázs

Manchmal ist es gut, wenn Pläne nicht aufgehen – weil sich dadurch oft noch etwas viel Besseres ergibt. Das kann auch René Turrek bestätigen, der sich gemeinsam mit dem Fotografen Maximilián Balázs auf den Weg zum Meer machte. Währenddessen verwandelte er den neuen SEAT Leon in ein fahrendes Kunstwerk. Wie genau das Ganze ablief, erzählt er am besten selbst.


»Erst wollte ich ihn komplett anmalen, aber dann entschied ich spontan, auch das natürliche Gesicht des Leon zu zeigen.«


René, wie war das Shooting mit dem SEAT Leon?
Anfangs mussten wir das Timing etwas verschieben, weil ich Ewigkeiten auf der Autobahn im Stau stand und viel zu spät ankam. Ursprünglich wollten wir das Auto in Osnabrück bemalen und dann nach Hamburg fahren. So ergab es sich nun, dass ich das Auto in Hamburg bemalte.

Hattest Du vorher einen Plan, wie Du das Auto gestaltest?
Erst wollte ich ihn komplett anmalen, aber dann entschied ich spontan, auch das natürliche Gesicht des Leon zu zeigen. So entstand dieser Two-Face-Look. Der Rest geschah während des Prozesses. Jede einzelne Linie, die ich angefangen habe, hat in meinem Kopf so mit mir gespielt, dass ich in Echtzeit entschieden habe, was als Nächstes kommt. Manche Linien blieben gerade, manche wurden rund. Neben vielen spielerischen Details, wie zum Beispiel die »Open«- und »Close«-Schriftzüge an den Türgriffen, landete zum Schluss dann noch das »This is Leon« auf der Heckklappe.

Wie würdest Du den Look beschreiben?
Als eine Mischung aus Graffiti und Street Art. Inspiriert unter anderem von den Walls, die ich im Künstlerviertel Wynwood in Miami bemalt habe.

Welches Detail am Leon gefällt Dir besonders?
Die Leuchten finde ich ziemlich genial. Die Form der Frontleuchten habe ich sogar in meinen Zeichnungen integriert, weil mich die Linienführung so beeindruckt hat. Und auch die durchgehende Leuchte am Heck ist sehr stark. Generell macht der Leon einen sehr dynamischen Eindruck auf mich.

Was wäre der passende Name für das Art Car?
»Die Odyssee« – da brauche ich gar nicht lange drüber nachzudenken. Für das Shooting kam ich zurück aus Italien und fuhr nach Stuttgart. Dann von Stuttgart nach Hamburg. Von Hamburg nach Sylt und wieder zurück nach Osnabrück. Das war eine ganz schöne Strecke. Und dieses Unterwegssein hat natürlich auch den kreativen Prozess stark beeinflusst.

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»Der Leon macht einen
dynamischen Eindruck auf mich.«


Wie haben die Leute reagiert, als ihr mit dem Art Car unterwegs wart?
Sehr positiv. Als wir auf den Autozug nach Sylt warteten, sprach mich ein Pärchen um die 50 an und fragte, ob ich Leon heiße. Das habe ich erst überhaupt nicht verstanden, bis mir klar wurde, dass auf dem Heck ja groß »This is Leon« steht. Sie mochten das Auto sehr. Und auch auf der Autobahn wurden wir ständig fotografiert und gefilmt. Viele zeigten einen Daumen nach oben.

Welchen Moment während des Shootings wirst Du nie vergessen?
Die ersten Linien auf dem Auto so früh morgens in der Speicherstadt. Das war eine Wahnsinns-Kulisse, die auch etwas in mir ausgelöst hat. Eine tolle neue Erfahrung, ein Auto in so einem Setting zu bemalen. Normalerweise mache ich das in Hallen oder geschlossenen Räumen. Aber das hier war außergewöhnlich. Insofern war es vielleicht doch nicht schlecht, dass unser anfänglicher Zeitplan komplett über den Haufen geworfen wurde. Das hatte schon alles seinen Sinn.

© Maximilián Balázs

Abbildungen zeigen Sonderausstattungen.

SEAT Leon 1.5 eTSI ACT 110 kW DSG (150 PS): Kraftstoffverbrauch Benzin, kombiniert: 4,9 l/100 km; CO₂-Emissionen, kombiniert: 112 g/km; CO₂-Effizienzklasse: A* 


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