Part of the Network
Analog-Fotografie: leichter als gedacht
Art

Analog-Fotografie: leichter als gedacht

Die einen lesen ein Buch, die anderen machen Yoga, wieder andere kochen etwas, um in stressigen Zeiten zu entspannen. Der Fotograf Tim Adorf fotografiert analog, wenn er mal ein bisschen entschleunigen will. Hier gibt er Tipps, wie man es richtig anstellt.

  • Text:
    Natalie Diedrichs
  • Fotos:
    Tim Adorf

Zentimeterdicke Fotoalben, die halb auseinanderfallen, Pappboxen mit hunderten Motiven, auf denen wir oder unsere Eltern lustige Frisuren tragen – Analog-Fotografie hat etwas wunderbar Nostalgisches. Und ist in Zeiten von sich gegenseitig beschleunigenden Technologien auch wieder ziemlich angesagt, sozusagen als Gegentrend. Doch wie geht das noch mal mit dem Film, den Negativen und dem Entwickeln? Tim Adorf, der den neuen SEAT Leon gemeinsam mit zwei Künstlern analog abgelichtet hat, verrät es uns.

Worin besteht der Reiz, analog zu fotografieren?
Es ist definitiv entschleunigend. In Zeiten von Jobs, bei denen Kameras mit 150 MP oder zwölf Bildern pro Sekunde gefordert sind, ist die analoge Fotografie eine ganz andere Nummer. Man muss sich wirklich Zeit für jedes Bild nehmen.

Wie geht das? Was braucht man dafür?
Nicht viel. Eine Kamera, Filme und einen Belichtungsmesser, falls der in der Kamera nicht integriert ist. Ich habe nie gelernt, auf Film zu fotografieren, habe meine Karriere quasi digital gestartet und fotografiere nur nebenbei analog, was ich mir selbst und durch Tipps von Kollegen angeeignet habe. Ich bin alles andere als ein Technikfreak, so schwer ist es also nicht.

»Man muss sich wirklich Zeit für jedes Bild nehmen.«

Welche Anfängerfehler sollte man unbedingt vermeiden? Welche sind Dir passiert?
Mir ist – dummerweise schon mehrmals – bei meiner Mittelformatkamera passiert, dass ich den Schieber, der die Kassette von der Kamera trennt, nicht entfernt habe. Dadurch gelangt kein Licht auf den Film. Normalerweise blockiert die Kamera dann und löst nicht aus, meine ist aber etwas eigen, tut einfach so, als wäre alles gut, und ich merke erst im Nachhinein, dass der Film nicht belichtet wurde.

Welchen Film benutzt Du und warum?
Hauptsächlich Kodak Portra 400, aufgrund seiner Vielseitigkeit und Verlässlichkeit. Ich experimentiere aber auch sehr gern mit anderen Filmen. Letztlich muss jeder selbst entscheiden, welcher Look ihm am ehesten zusagt.

Worin liegen die größten Unterschiede zwischen Digital- und Analogfotografie, abgesehen vom Offensichtlichen natürlich?
Ich glaube, das Schlimmste ist die Ungewissheit, wenn die Möglichkeit wegfällt, direkt checken zu können, wie das Ergebnis aussieht. Dieses Editorial war der erste Auftrag, den ich komplett analog fotografiert habe, ohne digitales Back-up. Und ja, ich hatte etwas Schiss, bis ich die Negative abholen konnte.

»Ich glaube, das Schlimmste ist die Ungewissheit, wenn die Möglichkeit wegfällt, direkt checken zu können, wie das Ergebnis aussieht.«

Was machst Du mit den entwickelten Bildern? Wo bewahrst Du sie auf?
Ich scanne sie und archiviere sie sowohl als Negativ als auch digital.

Entwickelst Du selbst?
Ich lasse entwickeln.

Hast Du weitere Tipps für Leute, die sich in der Analog-Fotografie probieren wollen?
Geduld mitbringen und auch damit rechnen, dass mal etwas nicht funktioniert.

Geduld mitbringen und auch damit rechnen, dass mal etwas nicht funktioniert.

Freiheit und Abenteuer, jede Menge Spaß und der Neue SEAT Leon

Hol dir den Sommer doch einfach nach Hause und plane bei einer Probefahrt gleich deinen eigenen Roadtrip.
Freiheit und Abenteuer, jede Menge Spaß und der <b>Neue SEAT Leon</b>

Abbildungen zeigen Sonderausstattungen.

SEAT Leon 1.5 eTSI ACT 110 kW DSG (150 PS): Kraftstoffverbrauch Benzin, kombiniert: 4,9 l/100 km; CO₂-Emissionen, kombiniert: 112 g/km; CO₂-Effizienzklasse: A* 


Trending
Stories